Die Eifel, unsere neue Heimat

 

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Eifel Informationen


 

Es wird viel über die Eifel geschrieben, gefilmt, erzählt und fotografiert. Kein Wunder, denn es ist traumhaft schön hier! In diesem Bericht fassen wir ein paar Informationen über unsere neue Heimat zusammen und hoffen, Sie zu einem Besuch in der Eifel animieren zu können. Es lohnt sich!!!

(Quellen: Wikipedia, Eifel online, Bertelsmann Lexikothek)

Die Eifel - eine allgemeine Beschreibung

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Die Eifel ist ein grenzüberschreitendes Mittelgebirge im Westen von Deutschland zwischen Aachen im Norden und Trier im Süden. Sie fällt im Nord-Osten auf einer Linie zwischen Aachen - Düren - Bonn zur Niederrheinischen Bucht hin ab. Im weiteren Verlauf begrenzen Rhein- und Moseltal im Osten und Süden die Eifel. Im Westen geht sie in Belgien und Luxemburg in die geologisch verwandten Ardennen und den Ösling über. Sie berührt die deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie die belgischen Ostkantone Eupen - Sankt Vith sowie das Großherzogtum Luxemburg.Die Eifel ist geologisch ein Teil des linksrheinischen Schiefergebirges und damit der östliche Teil des Mittelgebirges Eifel-Ardennen. Die höchste Erhebung der Eifel ist die Hohe Acht (747 m).Den Namen erhielt die Eifel vom karolingischen Eifelgau her, der annähernd dem Gebiet um die Quellen der Flüsse Ahr, Kyll, Urft und Erft entsprach.
Ein bekanntes Ausflugsziel für Motorsportfans ist der Nürburgring mit der Nordschleife. Seit 2004 ist ein Teil der Nordeifel als Nationalpark Eifel unter besonderen Schutz gestellt. Ein neues touristisches Ziel ist ab diesem Jahr die Deutsche Vulkanstraße.


 

Eifelgeschichte
Eifelsommer
Bereits vor mehr als 100.000 Jahren streiften Neandertaler durch das Gebiet der heutigen Eifel. Archäologische Funde belegen, dass vor etwa 30.000 Jahren Cro-Magnon-Menschen dort gesiedelt haben. Vor etwa 12.000 Jahren endete die letzte Eiszeit und das Klima änderte sich radikal.
Ausgrabungen belegen, dass schon in der Eisenzeit in der Eifel Eisen verarbeitet wurde. Die erste Verhüttungsanlage nördlich der Alpen entstand im 7. Jahrhundert vor Christus in Hillesheim; bei Bitburg findet sich eine Eisenschmelze, in der zur Römerzeit in fast schon industriemäßiger Weise das Metall geschmolzen und verarbeitet wurde. Zur Römerzeit war die Eifel ein bedeutender Wirtschaftsraum. Die Bodenschätze (Blei, Galmei, Eisen, Kalk und Steine zum Bauen) wurden abgebaut und große Fernstraßen durchquerten die Eifel. Im Hochmittelalter war die Eifel Grenzgebiet zwischen den Erzbistümern Köln und Trier, der Grafschaft Luxemburg und dem Herzogtum Jülich. Dies erklärt die große Zahl an Burgruinen, welche vor allem zur Grenzsicherung erbaut wurden. Durch geschickte Politik konnten sich einige kleinere Fürstentümer und Abteien ihre Selbständigkeit bewahren, so zum Beispiel das Haus Manderscheid - Blankenheim, die Grafschaft Salm-Reifferscheid oder die Abtei Prüm.
Die Berg- und Hüttenwerke sowie der große Bedarf an Bau- und Brennholz führten im 17. und 18. Jahrhundert zu einer fast völligen Abholzung der Wälder. Man muss sich die Eifel um 1800 als eine Wiesen- und Heidelandschaft vorstellen, auf der vor allem Schafherden weideten. Gleichzeitig verarmte die Bevölkerung zusehends, da die kargen Ackerböden keine reichen Ernten zuließen. Gleichzeitig war die Eifel Durchmarschgebiet französischer Truppen zu allen möglichen Kriegsschauplätzen. Diese forderten von der einheimischen Bevölkerung „Fouragegelder“, was zur weiteren Verarmung beitrug, wie die Auflistung von Kottenheim zeigt.
Mit Beginn der preußischen Herrschaft 1815 änderte sich an den sozialen Zuständen wenig: Die Eifel als ärmliches Randgebiet des Reiches ("preußisch Sibirien") war nur aus militärischen Gründen von Interesse. Allerdings änderte sich das Landschaftsbild, da die Preußen eine planvolle Aufforstung betrieben, wenn auch mit standortuntypischen Nadelbäumen.
Die Grenzlage zwischen Deutschland und Belgien bzw. Luxemburg führte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Bau vieler Eisenbahnstrecken, die vor allem strategischen Zwecken dienten. Doch brachte diese Verbesserung der Verkehrswege nebenbei auch den Tourismus in Schwung. Ebenfalls der Wirtschaftsförderung diente der Bau des Nürburgrings in den 1920er Jahren.
Da die Eifel Grenzregion blieb, wurde sie auch von den Kämpfen des Zweiten Weltkrieges nicht verschont. Dem Bau des Westwalls folgten von September 1944 bis zum Januar 1945 heftige Gefechte und die Ardennenoffensive, vor allem in der Nordeifel. Dort erkennt man noch heute die Nachwirkungen des Krieges: Ruinen ehemaliger Bunkeranlagen prägen weite Teile der Landschaft. Vor allem im Hürtgenwald, wo eine der verlustreichesten Schlachten stattfand, zeugen Soldatenfriedhöfe (wie etwa in Vossenack) von der Sinnlosigkeit und Brutalität des Weltkrieges.


Eifelgeographie
Eifelherbst
Als Teil des Rheinischen Schiefergebirges gilt die Eifel als ein welliges so genanntes Rumpfhochland, welches sich aus dem durch Erosion abgetragenen Urgebirge der Variskischen Alpen und späterer erneuter Hebung entwickelte. Die wellige Hochebene wird im westlichen Teil durch einzelne bis 700 m hohe Bergrücken wie Schneifel oder Hohes Venn durchzogen. Im östlichen Teil bildeten sich aus tertiärem und diluvialen Vulkanismus einzelne Schlackenvulkane und Basaltkuppen (Hohe Eifel, Vulkaneifel), welche die Hügellandschaft überragen (Hohe Acht, Ernstberg).
Die zur Mosel und Rhein hin entwässernden Flüsse wie Our und Kyll bzw. Ahr und Brohl haben sich zum Rand der Eifel hin tief eingeschnitten und bilden größere Täler aus.
Die über 5300 km² große Eifel wird von den Geographen allgemeinübersichtlich in West- und Osteifel unterteilt, feingliedriger in mehrere naturräumliche Landschaften mit teilweise weiteren Untergliederungen.


Eifelberge und Erhebungen
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Der höchste Berg der gesamten Eifel ist die Hohe Acht mit 747 m. Sie ist gleichzeitig die einzige Erhebung der Eifel über 700 m. Allerdings erreichen viele Bergrücken, Bergkuppen und größere Gebiete wie der Zitterwald generell Höhen von z. T. deutlich über 600 m.
Liste der Berge und Erhebungen

  • * Hohe Acht (747 m), Hohe Eifel
  • * Ernstberg (699 m), Vulkaneifel
  • * Schwarzer Mann, (697,3 m), Schnee-Eifel
  • * Signal de Botrange (694 m), Hohes Venn
  • * Scharteberg (691 m), Vulkaneifel
  • * Weißer Stein (689 m), Nordeifel
  • * Nürburg (678 m), Hohe Eifel
  • * Hochkelberg (675 m), Hohe Eifel
  • * Prümscheid (675 m), Wallenborn/Vulkaneifel
  • * Raßberg (668 m), Hohe Eifel
  • * Seimersberg (663 m), Schnee-Eifel
  • * Stehling (658 m ?), Hohes Venn
  • * Giescheid (652 m), Nordeifel
  • * Nerother Kopf (647 m), Vulkaneifel
  • * Aremberg (623 m), Ahrgebirge
  • * Dreiser Höhe (611 m), Hohe Eifel
  • * Hardtkopf (596 m), Südeifel
  • * Michelsberg (588 m), Ahrgebirge
  • * Eigart (565 m), Nordeifel
  • * Wildbretshügel (525 m), Nordeifel/Rureifel
  • * Herkelstein (435 m), Nordeifel

Eifelklima
Die Eifel gehört zum atlantischen Klimabereich mit relativ hohen Niederschlägen; die Winter sind mäßig kalt, aber ausgedehnt und schneereich; die Sommer sind feucht und kühl; vorherrschende Windrichtung ist West-/Nordwest; relativ trockenes und mildes Klima herrscht im Wind- und Regenschatten der Hocheifel; sibirische Kaltluft bleibt in der Regel auch in den höheren Lagen der Eifel wenig wetterwirksam, da die Atlantiknähe auch im Winter mildere Meeresluft an die Eifel heranführt.
Im langjährigen Mittel hat selbst die Schneifel im Winter nur eine Schneedecke von neun zusammenhängenden Tagen, da länger anhaltende Kälteabschnitte ausbleiben; mit insgesamt 70 Tagen geschlossener Schneedecke ist die Schneehäufigkeit insgesamt in den Hochlagen relativ groß (zum Vergleich: Bitburg 35 Tage, Maifeld 30 Tage), allerdings schwankt die Schneehäufigkeit von Jahr zu Jahr. Schneehöhen schwanken im Mittel zwischen 15 cm bis 60 cm; allerdings kann es durch den feuchten atlantischen Klimabereich auch zu extremen Ausschlägen kommen (2. März 1987 gemessene Schneedecke in der Eifel 227 cm am Weißen Stein).
Die Mitteltemperatur im kältesten Monat (Januar) beträgt -1,5 °C in den Hochlagen, im Gebirgsvorland +1,5 bis 2 °C; Frosttage mit Tiefsttemperaturen unter 0 °C gibt es in den Höhenlagen 110; Eistage, an denen die Temperaturen nicht über 0 °C ansteigen liegen im langjährigen Mittel bei 40; der wärmste Monat (Juli) hat im Schnitt nur eine Temperatur von 14 °C in den Hochlagen; die Niederschlagsmenge nimmt infolge des Lee-Effektes der Hochlagen von West nach Ost deutlich ab; sind es in der Schneifel noch durchschnittlich 1200 mm (Hohes Venn 1500 mm-1700 mm) Niederschlag so beträgt die Niederschlagsmenge im Maifeld nur 600 mm.
Die bioklimatischen Bedingungen sind in der Eifel günstig. Wärmebelastung und Luftschwüle treten im Sommer nur selten auf. Die Eifel hat insgesamt ein ausgesprochenes Reizklima, wobei die Hochlagen als reizstark gelten. Die Eifel ist ein Reinluftgebiet mit sehr geringer luftchemischer Belastung. An heißen Sonnentagen ergibt sich manchmal eine erhöhte Konzentration von bodennahem Ozon.


Vulkaneifel
Weinfelder Maar Die Vulkaneifel erstreckt sich vom Laacher See-Gebiet und der Landschaft zwischen Andernach und Mayen bis zur Gegend um den Kronenburger See und der Region um Manderscheid. Ihr Zentrum ist die Region um Daun und Manderscheid. Zur Vulkaneifel zählt man neben dem Landkreis Daun auch die Verbandsgemeinden Adenau, Brohltal (Kreis Ahrweiler), Vordereifel, Mendig, Pellenz (Kreis Mayen-Koblenz), Ulmen (Kreis Cochem-Zell) und Manderscheid (Kreis Bernkastel-Wittlich). Sie grenzt im Süden und Südwesten an die Südeifel. Die Landschaft der Vulkaneifel, naturräumlich in die

  • * Vulkanische Westeifel (Verbandsgemeinden Manderscheid, Daun, Gerolstein, Obere Kyll,
    Hillesheim (ohne die Gemarkung Nohn)),
  • * Vulkanische Hocheifel (Verbandsgemeinden Adenau, Kelberg, Ulmen und Gemarkung Nohn),
    * Vulkanische Osteifel (Verbandsgemeinden Brohltal, Vordereifel, Mendig, Pellenz)

gegliedert, ist durch die Formen des jungen Vulkanismus: Vulkankrater, mächtige Bimsstein- und Basalt-Ablagerungen und Maare geprägt . Vulkanologen haben für den Zeitraum der letzten 700.000 Jahre in der Eifel rund 100 gut datierbare Vulkanausbrüche festgestellt. In der Regel herrschen zwischen den Eruptionsphasen etwa 10.000 und 20.000 Jahre Ruhe. Einer der letzten und dramatischsten Ausbrüche, nämlich der des Laacher-See Vulkans, fand erst vor ca. 13.000 Jahren statt. Schon die Statistik zeigt, dass dies noch nicht der letzte Ausbruch war. In den vergangenen fünf Jahren konnte mittels seismographischer Messungen nachgewiesen werden, dass unter der Eifel eine 1.000 bis 1.400°C heiße Zone (Plume) liegt, die 200°C heißer ist, als ihre unmittelbare Umgebung. Aufschmelzungsvorgänge sind mit Volumenvergrößerung verbunden, was sich in Form von Landhebungen bemerkbar machen muss. Tatsächlich ist die Eifel schon seit langem als Hebungsgebiet bekannt: Mit vergleichsweise rasanter Geschwindigkeit (gemessen an geologischen Zeiträumen) wird die etwa 32 km dicke Erdkruste hier um 1 bis 2 mm pro Jahr gehoben. Vulkane entstehen weltweit am häufigsten an Spreizungszonen oder Subduktionszonen, dass heißt an den Rändern der großen Kontinental- oder ozeanischen Platten. Seltener bildet sich Vulkanismus über Hot­-Spots, wie das z.B. in Hawaii der Fall ist. Unter dem Eifel-Hot Spot befindet sich ein Plume, der für das vulkanische Geschehen in den letzten 700 000 Jahren verantwortlich ist. Am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren bestanden im heutigen Laacher Becken mehrere Vulkane, die in eher ungefährlicher Dauertätigkeit waren. Menschen hielten sich jedoch von ihnen fern, wie das Fehlen archäologische Funde zeigt.
Der Ausbruch von ca. 13 000 v. Chr. [Bearbeiten]
Dann ereignete sich ein Großausbruch: Vulkankegel im Gebiet des heutigen Sees explodierten, Lavafetzen und hochgejagtes Lockermaterial (Bomben, Lapilli, Aschen) bildeten bei ihrer Ablagerung am Ringwall des Beckens bis zu 30 m hohe gebänderte Tuff-, Bims- und Ascheschichten. In 15 km Entfernung, bei Neuwied am Rhein, sind diese Schichten noch 6 m mächtig. Staubfeines Material wurde in der oberen Atmosphäre bis Bornholm in der Ostsee und Norditalien transportiert und lässt sich als dunkler Streifen in den entsprechenden Bodenhorizonten nachweisen. Bei der Eruption müssen mindestens zwei Megatonnen Schwefel in die Stratosphäre transportiert worden sein.
Rund 5 Kubikkilometer Magma wurde in 4 bis 5 Tagen ausgeworfen. Das entspricht der Fördermenge des Vesuv bei seinem großen Ausbruch im Jahr 79 n. Chr., der zum Untergang von Pompeji führte. In der Eifel ebenso wie am Vesuv sorgten pyroklastische Flüsse für die größte Verheerung. Vom Laacher Vulkan aus sind sie vor allem ins Brohltal abgeflossen und haben dort bis zu 60 m hohe Ablagerungen aus porösem Gestein hinterlassen. Die 50 m hohe Wingertsbergwand zeugt davon. Der Ausbruch förderte nahezu doppelt soviel Material wie die 300 restlichen Vulkane der Westeifel zusammen. Dabei wurde eine Energie frei, die etwa der Kraft von 500 Hiroshima-Atombomben entspricht. Wenige Menschen sind in dem kaum besiedelten Gebiet ums Leben gekommen: Bei Weißenthurm fand man Reste eines menschlichen Skeletts.
Der katastrophale Bimsausbruch des Laacher See-Vulkans hat nicht nur für Zerstörung gesorgt. Die wissenschaftliche Erforschung des Eifelgebiets vor 13000 Jahren ist möglich, weil eine ganze Landschaft im Zustand der Nacheiszeit durch die Bimslagen konserviert wurde.
Der ehemalige Eifelvulkanismus hat auch wirtschaftlichen Nutzen: So stammten rund 40 Prozent aller für den Wiederaufbau der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg verwendeten Bausteine aus dem riesigen Bimstuff-Gebiet des Laacher Vulkans.
Zur Vulkaneifel zählen der größte Teil des Landkreis Daun, ein großer Teil des Landkreis Mayen-Koblenz, sowie Teilgebiete der Landkreise Ahrweiler, Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell.


Eifelwirtschaft
Große Teile der Eifel gelten als strukturschwaches Gebiet. Große Industrieansiedlungen fehlen fast ganz. Lediglich in der Pellenz im Neuwieder Becken ist eine stärkere Industrialisierung vorhanden. Landwirtschaft wird in bestimmten Tallagen und in den tieferen Gebieten betrieben (besonders in Teilen der Südeifel sowie in der Voreifel und dem Maifeld). An Rhein, Mosel und Ahr wird umfangreich Weinwirtschaft betrieben. In den Hochlagen sind nur Forst- und Milchwirtschaft möglich.
Tradition hat in der Eifel auch an vielen Stellen der Abbau von Bims, Basalt und anderen Gesteinen sowie Mineralien, obendrein in der Nordeifel die Gewinnung von vulkanischer Kohlensäure.
Der Tourismus spielt eine zunehmende wirtschaftliche Bedeutung und wurde insbesondere durch die Nationalparkausweisung in der Rureifel oder naturkundliche Infrastruktur in der Vulkaneifel weiter gestärkt. Des Weiteren sind der Eifelpark und einige Maare und Seen beliebte Ausflugziele. Im Winter gibt es auch in den Hochlagen Angebote für Wintersportler.
Bekannt ist die Eifel aufgrund der vulkanischen Ursprünge für die vielen Mineralquellen. Größte Abfüller sind Gerolsteiner und Apollinaris. Mit Bitburger sitzt zudem eine der größten deutschen Brauereien in der Eifel.


Eifelliteratur
Als traditionell abgeschiedene Landschaft, in der die Bevölkerung eine stille und einfache Lebensweise pflegt, bot die Eifel einen guten Boden für eine lebendige Volkspoesie. In Sagen, Legenden und Märchen, die an langen Winterabenden in den Bauernstuben erzählt wurden, spiegelt sich häufig die Sehnsucht nach einer besseren Welt, die im Kontrast zur vorgefundenen Lebenswirklichkeit stand.
Volksliteratur
Eifler Mentalität und Humor schlug sich nieder in zahlreichen Schnurren und Schwänken. Käuze und Eifler Originale sind in diesen Erzählungen lebendig geblieben. Über den Raum bekannt geworden sind die "Dahnener Sprünge". Freude am Witz und Nachbarschaftsspott mögen die Motive gewesen sein für diese volkstümlichen Eifler Schildbürgergeschichten.
Schon früh wurde die Volkspoesie der Eifel gesammelt. Inspiriert durch die Romantik, in der man im Volkstümlichen Quellen unverfälschter Motive und Formen sah, entstanden Sagensammlungen und Bearbeitungen Eifler Sagenstoffe. Unter den aufschlußreichen Sammlungen sei der poetische Führer durch die Eifel des Kaplans Johann Heydinger genannt. Prominente Autoren wie Adalbert von Chamisso, Guido Görres, Karl Simrock, Ernst Moritz Arndt und Friedrich Schlegel stehen hier neben frühen Eifeler Autoren.
Auch das wissenschaftliche Interesse der 20er Jahre an der Volkskultur gab Impulse für das Sammeln von Volkspoesie. Prominentester Sammler war der in Zendscheid geborene Bonner Professor für Volkskunde, Matthias Zender, der in den Jahren zwischen 1929 und 1936 als Student etwa 10.000 Sagen, Volksmärchen und Schwänke des Eifel-Ardennenraumes zusammengetragen hat, von denen 2000 veröffentlicht wurden.


Autoren und Werke
Das wohl bedeutendste Geschichtswerk der Eifel ist die "Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel", von Johann Friedrich Schannat, erschienen im 17. Jahrhundert, übersetzt, ergänzt und neu herausgegeben 1824 von Georg Bärsch sowie die "Eiflia sacra", ebenfalls von Schannat, bearbeitet und neu herausgegeben 1888 von Carl Schorn.
Als erster Dichter der Eifel gilt Peter Zirbes, ein wandernder Steinguthändler aus Niederkail. Er ist Schöpfer schlichter Mundartgedichte, die er 1852 veröffentlichte. Unter den zeitgenössischen deutschsprachigen Lyrikern, die in der Eifel leben bzw. aus der Eifel stammen, haben beispielsweise Jochen Arlt (der sich auch als Herausgeber mehrerer Eifel-Anthologien um diese mittelgebirgische Region verdient gemacht hat), Theo Breuer, Ursula Krechel und Norbert Scheuer die Eifel poetisch verarbeitet und über ihre Grenzen hinaus den Lesern von Lyrik bekannt gemacht. Jochen Arlts Gedicht Einkaufn gehn in Münstereifel ist in der bedeutendsten deutschsprachigen Gedichtsammlung Das große deutsche Gedichtbuch (hg. von Karl Otto Conrady) abgedruckt.
Eine große Erzählerin, die die Eifel als Schauplatz von Romanen und Erzählungen wählte, war die gebürtige Triererin Clara Viebig. Die Erfolgsautorin des späten Naturalismus hat der Eifel mit den Romanen "Kreuz im Venn" und "Weiberdorf" literarische Denkmäler gesetzt. Die Rezeption des Werks Clara Viebigs erlitt wegen ihrer Ehe mit einem jüdischen Verleger in der Nazizeit einen Bruch. Seit Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts erleben die Werke der Schriftstellerin ihre verdiente Renaissance - auch in der Eifel. Die literarisch vielleicht bedeutendste Auseinandersetzung mit dem Eifelraum und seinen Menschen ist der in der Endphase des Zweiten Weltkriegs angesiedelte Roman "Winterspelt" von Alfred Andersch, der den Stellungskrieg während der Ardennen-Offensive und die tragische Verknüpfung von Menschen und ihrer Schicksale in epischer Breite darstellt. Der 2005 verstorbene Heinz Küpper (u. a. mit den Romanen Wohin mit dem Kopf und Zweikampf mit Rotwild) sowie der in Kall lebende Norbert Scheuer sind heute die beiden wesentlichen Eifeler Vertreter ernsthafter deutschsprachiger Prosa. Beide stellen in ihren Romanen die Eifel über die realistische Darstellung hinaus auch symbolisch als zerklüftete Landschaft vor, die zum Spiegelbild seelischer Landschaften wird. Besonders interessant ist hier (im Vergleich zur Perspektive des eher bodenständigen Erzählers) die literarische Gestaltung der Eifel aus der Sicht des Außenstehenden. Vor allem dort, wo keine romantische Verklärung der Eifel versucht wird, sondern wo Auswegslosigkeit und Verzweiflung angesichts von Armut und Not, geistiger Enge oder starrer Wertordnungen sichtbar werden, fordert diese Literatur zur Auseinandersetzung mit dem Raum und seinen Menschen heraus. Obwohl Norbert Scheuer in der Eifel geboren wurde, nehmen die Erzähler seiner Romane und Erzählungen die Perspektive des Distanzierten bzw. Außenstehenden ein. Norbert Scheuer ist es vor allem in seinem jüngsten Erzählband Kall, Eifel (2005) gelungen, das Leben in der Eifel facettenreich darzustellen und für Leser im gesamten deutschsprachigen Raum interessant zu machen.


Eifel-Krimis
Eine literarische Gattung, die in den letzten Jahrzehnten in vielen Regionen und Großstädten Deutschlands aufblüht, ist der Kriminalroman. Jacques Berndorf (*1936) hat sich mit seinen Krimis, etwa Eifel-Blues (1989), Eifel-Sturm (1999) oder Eifel-Träume (2004), zum auflagenstärksten deutschen Krimiautor geschrieben. 1996 erhielt er den Hauptpreis des Eifel-Literatur-Festivals. Neben ihm wurde Ralf Kramp (*1963) mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Ralf Kramp war der erste Autor, der mit seiner Reihe um das "schwarze Kleeblatt" die Eifel als Krimischauplatz auch Kindern nahe gebracht hat. Harald Schneider (*1962) ist Autor der in der Eifel angesiedelten Kinderkrimiserie Die Meisterschnüffler, einem interaktiven Leseangebot, das Leserinnen und Leser ab 8 an unterschiedliche Schauplätze in der Eifel führt. Carola Clasen, Carsten Sebastian Henn, Andreas Izquierdo und Edgar Noske gehören zu den weiteren Autoren, die sich dem Genre Eifelkrimi verschrieben haben. Josef Zierden hat einen Eifel-Krimi-Reiseführer veröffentlicht, der zu unzähligen Krimischauplätzen in der Eifel führt. In der Gemeinde Hillesheim gibt es einen Eifelkrimi-Wanderweg, der an die Schauplätze der Romane von Jacques Berndorf und Ralf Kramp führt.


Eifelpersönlichkeiten

  • Johannes Sleidanus (1506–1556) Historiker, Professor, Schleiden/Straßburg
  • Johannes Sturmius (1507–1589) Humanist, Schulreformer, Schleiden/Straßburg
  • Peter Binsfeld (ca. 1545–1598) Theologe und Hexentheoretiker
  • Hermann Löher (1595–1678) Autor eines Buches über Hexenverfolgungen, Münstereifel/AmsterdamBalthasar König (~1685 - ~1760) Begründer der traditionellen Eifeler Orgelbaukunst, Süddeutschland/Münstereifel/Köln
  • Leopold Joseph Graf Daun (1705–1766), Feldherr im Siebenjährigen Krieg, stammte von den Grafen von Daun ab.
  • Christian Ludwig König (1717–1789) und Caspar Joseph König (1726–1763), Orgelbauer, Söhne von Balthasar König, Münstereifel/Köln
  • Friedrich Joseph Haass (1780–1853) "Heiliger Doktor von Moskau", Münstereifel/Moskau
  • Peter Zirbes (1825–1901) Dichter, Niederkail
  • Peter Kremer (1901–1989), Heimatschriftsteller
  • Hermann Emil Fischer (1852–1919) Chemiker, Nobelpreisträger (1902), [[Euskirchen]
  • Hugo Zöller (1852–1933) Forschungsreisender, Journalist, Schleiden-Oberhausen/München
  • Nikolaus Bares (1871–1935),geboren in Idenheim bei Bitburg, war Bischof von Hildesheim und BerlinAlois Mertes (1921–1985) CDU-Politiker und Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gerolstein
  • Oswald Mathias Ungers (*1926) Architekt, Kaisersesch/Köln
  • Mario Adorf (*1930) Schauspieler und Schriftsteller, Mayen
  • Elke Erb (*1938), Schriftstellerin, Scherbach
  • Winfried Schäfer (*1950) Fußballtrainer
  • Klaus Toppmöller (*1951) Fußballtrainer, Rivenich
  • Edgar Schmitt (*1963) "Euro-Eddy", Fußballer beim Karlsruher SC in den 90er-Jahren, Dudeldorf
    Andrea Nahles (*1970) Literaturwissenschaftlerin, Politikerin, Mendig

 


Eifelstädte
Eifellage

In der Eifel:

  • Adenau
  • Bad Münstereifel
  • Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • Bitburg
  • Daun
  • Eupen (Belgien)
  • Eschweiler
  • Gerolstein
  • Heimbach
  • Hillesheim
  • Kaisersesch
  • Malmedy (Belgien)
  • Manderscheid
  • Mayen
  • Mechernich
  • Monschau
  • Neuerburg
  • Nideggen
  • Prüm
  • Schleiden
  • Schweich
  • St. Vith (Belgien)
  • Wittlich

Größere Städte in der Nähe:

  • Aachen
  • Bonn
  • Düren
  • Euskirchen
  • Koblenz
  • Köln
  • Lüttich (Belgien)
  • Luxemburg (Luxemburg)
  • Maastricht (Niederlande)
  • Trier

 


Eifellinks

Dieser kleine Abriß über die Eifel soll Ihnen / Dir ein paar Informationen an die Hand geben und Lust auf mehr machen.

Wenn die Lust auf mehr bei Ihnen / Dir gefruchtet hat, dann habe ich für das weitere Stöbern unter der Rubrik "Links" im linken Menuebaum eine Kategorie "Eifellinks" angelegt und einige gute Informationsquellen hinterlegt.

Viel Spaß beim Stöbern; und noch viel mehr Spaß beim "echten" Besuch in der Eifel.

Marion und Michael


Radtouren durch die Eifel

Aufgrund der anspruchsvollen Höhenprofile ist die Eifel in punkto Radfahren und Radwege noch ein "Entwicklungsland". Dennoch gibt es hier einige Radwege, die in Deutschland ihresgleichen suchen. Der Kylltalradweg und der Maare-Mosel-Weg sind nur zwei unter einer ganzen Reihe interessanter Strecken.

Auf dem folgenden Link finden Sie weitere Informationen zum Thema Radtouren in der Eifel:

Eifeltouren mit dem Rad

Unser persönlicher Favorit ist der Kylltalradweg!!!


 


Zitat des Tages

Albert Schweitzer
Albert Schweitzer: „Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“
von zitate-online.de
  "vermutliche" Nettotage bis zum Ziel!