Ein wunderbarer Besuch

Dichter der Sehnsucht

(Ein musikalisch- literarischer Abend in der Dresdner Frauenkirche)


Nur ein kleiner Aushang neben der so wunderbar restaurierten Frauenkirche in Dresden kündigt für den morgigen Tag, den 05.07.2007, einen Literaturabend mit dem Thema „Dichter der Sehnsucht“ zum 130. Geburtstag von Hermann Hesse an. Musik und Literatur, gepaart an einem besonderen Ort, zum Nulltarif: Eintritt frei. Eigentlich stehe ich heute hier, um die Frauenkirche zu besichtigen.     
Aber es findet ein Konzert im ausverkauften Haus statt und der Einlass bleibt mir heute verwehrt. Also merke ich mir den Literaturabend  und spaziere weiter durch diese wunderbare historische Altstadt in Richtung Semperoper.

Verregneter Sommertag

Der 5. Juli 2007 zeigt sich in Dresden ganz und gar nicht wie ein Sommertag. Die Wolken hängen tief, so tief, als wollten sie von unten mit bloßen Händen ergriffen werden. Sie sind so voll von Wasser, dass sie sich immer wieder über Dresden ergießen, den ganzen Tag über.
Mit dem Bus und der Straßenbahn fahre ich vom Außenbezirk, der August-Bebel-Straße, in die Innenstadt. Noch einmal spaziere ich an der Frauenkirche vorbei. Ich will wissen, ob es eine Programmänderung gibt. Nein, der unscheinbare Zettel hängt unverändert am gleichen Ort. „Eingang F; Einlass ab 19.30 h“.
Da noch reichlich Zeit bis zum Einlass ist, entschließe ich mich, mit der Straßenbahn zum Albertplatz zu fahren und von dort ein wenig durch die Dresdner Neustadt zu schlendern. Gab es da nicht mal einen Song „Schlendern ist Luxus“? Den gönne ich mir jetzt.

Eine bunte Welt
 

Im Internet habe ich heute gelesen, dass der Albertplatz bis 1945 als der schönste Rundplatz Deutschlands galt.
Er ist rund angelegt und von zwei wunderbaren Brunnen geschmückt. Alle Hauptstraßen der Neustadt laufen sternförmig auf den Albertplatz zu, auch die Straßenbahnen und Buslinien. Als die Alliierten 1945 beschlossen, Nazideutschland endgültig zu Boden zu werfen, gehörte Dresden mit zu den Zielen der absoluten Zerstörung. Zuerst wurden mit Sprengbomben die Häuser abgedeckt und in der nächsten Welle mit Brandbomben alles abgefackelt. Nazideutschland hatte soviel Unheil angerichtet,

 dass die Verbündeten keinen Gedanken an Gnade gegenüber den Menschen und dem Kulturgut verschwendeten. Bemerkenswerterweise wurden die umfangreichen Militäranlagen in den Randgebieten Dresdens nicht bombardiert. Auch der Albertplatz wurde zerstört. Gottlob wurde dieser wunderbare Platz schon zu DDR-Zeiten wieder hergerichtet. Schön ist er, der Albertplatz!

Ich bewundere die beiden Brunnen und das Treiben rund um den Platz. 

Doch dann zieht es mich weiter in Richtung Neustadt. In Regenjacke und Jack- Wolfskin -Mütze verpackt, schlendere ich los. Hier ist alles verkehrt, sogar der Name. Die Dresdner Neustadt war zur Wende im Verfall begriffen. Die alten Häuser aus der Kaiser- und Nachkriegszeit waren fast allesamt heruntergekommen und von Grund auf sanierungsbedürftig. Keine bevorzugte Wohn- und Geschäftsgegend.
    
Eine fruchtbare Gegend für die alternative Szene, die jetzt, wo das sozialistische System sich ins Nichts aufgelöst hatte, offiziell leben durfte. Und so wurde der Dresdner Stadtteil, der einst den Namensbestandteil „Neu“ trug  und Anfang der 1990iger Jahre im Zerfall begriffen war, von bunten, unorganisierten, kreativen und chaotischen Leuten eingenommen. „Buntstadt“ wäre sehr viel treffender als Neustadt. Bunte Fassaden, kleine Lebensmittelläden, Secondhand Shops, alternative Boutiquen, Kneipen, Cafés, Restaurants, Bars, Kinos, Dönerläden, Gartenanlagen, Künstlerkolonien und und und. Hier scheint es alles zu geben, nur Aldi, Lidl, Norma und Co. nicht. Und diese ganzen bunten Läden sind in diese alten Häuser in den Straßenschluchten eingepflanzt. Nur hin und wieder ist ein neuer Gebäudekomplex in das alte Bild hinein gepresst. Hier lebt überwiegend junges Volk. Und die Leute sind so bunt wie die Fassaden. Ich sehe in einer kleinen Parknische drei heruntergekommene Penner sitzen.

Es regnet noch immer. Sie sitzen da auf einem umgelegten Baumstamm, trinken Bier neben ihren drei Habseligkeiten und einer telefoniert mit einem Handy. Eigentlich müsste ich dieses Bild mit dem Fotoapparat festhalten. Aber ich gehe weiter, lasse mich in diese bunte Welt treiben. Hier laufen alternative Späthippies mit langen Haaren und weiten Schlabberhosen rum, dunkel beanzugte Yuppies, junge aufgeregte, fürsorgliche kinderwagenschiebende Muttis, Punks, Grufties, miniberockte Mädchen mit unverschämt langen Beinen, burschikose Lesben, tuntige Schwule, bekopftuchte Muslime, knipsende Japaner, Schwarze, Gelbe, Rote, wenige Alte und ich. Den leichten Regen scheinen alle einfach zu ignorieren. Ich sehe keine Regenschirme, niemand ist in Eile. Alles geht kreuz und quer; keiner stört sich am anderen. Dieser Stadtteil Dresdens ist nur drei Straßenbahnstationen von der historischen Altstadt auf der anderen Seite der Elbe entfernt und könnte nicht bunter, lebendiger und widersprüchlicher sein. Menschen aller Hautfarben und Nationalitäten leben und arbeiten hier zusammen. Alle Konventionen vergessend  pulsiert das Leben kreativ, bunt, unaufgeräumt, chaotisch und offensichtlich fröhlich. Über eine Stunde schlendere ich hin und her, gehe in verschiedene Läden, schaue mir Dinge an, die ich nicht brauche, deren Anblick mich dennoch erfreut, und fühle mich sehr wohl in meiner Haut. Soll ich vielleicht den Abend hier unter den unbeschwert Lebenden verbringen? Oder soll ich mich auf den Weg zur Frauenkirche machen und an der Sehnsucht des Dichters teilnehmen?

Ich bin unentschlossen. Während ich gedankenverloren schlendere, finde ich mich plötzlich an einer Straßenbahnhaltestelle wieder. Die Wochenkarte in meiner Jackentasche verführt mich zum Fahren. Ich steige in die erstbeste Straßenbahn; weiß nicht, wohin sie fährt. Na dann fahr' ich halt mal eben nach „wohin du willst“. Ohne es geplant zu haben, bin ich  nach wenigen Stationen an der neuen Synagoge; unweit der Frauenkirche. Also ist die Entscheidung gefallen.
Ich mache mich auf den Weg zum Literaturabend.



 Der Einlaß

Am Fuße der wenigen Treppen zum Eingang „F“ stehen bereits, 30 Minuten vor Einlass, überwiegend Ältere in Zweierreihe und warten. Der kleine Brite in mir geht mit mir durch und ich stelle mich an. Ich, der Endvierziger, stehe als Youngster unter den Wartenden an dieser bezaubernden Dresdner Frauenkirche. Während ich mit fremden Menschen Schlange stehe, wandert mein Blick über die Steine der restaurierten Kirche. Welch prachtvolle Arbeit. Alles aus Spenden finanziert! Menschen können auch Gutes bewirken, denke ich und warte.Pünktlich wird die schwere Eichenholztür geöffnet. Der ältere Herr schaut etwas verdutzt: „Wollen Sie alle zur Lesung? Es ist keine Führung!“ Ja, alle wollen zur Lesung. Er drückt jedem einen kleinen Programmzettel in die Hand und weist den Eintretenden den Weg in die Kellergewölbe. 'Ach wie schade', denke ich. Mir wird in diesem Moment bewusst, dass mich das Innere der Kirche mehr angezogen hat als das Thema des Abends. Meine Meinung sollte sich alsbald dramatisch ändern.

Die Unterkirche

Mit den anderen Besuchern gehe ich die schweren Treppen hinunter zur Unterkirche. Ein Kellergewölbe, symmetrisch aus kräftigen, akkurat behauenen  Sandsteinen gemauert.


Der Grundriss ist ein Kreuz. Die Decken wölben sich halbrund. In der Mitte läuft der Kreuzhimmel spitz zu. Hier hängt an vier schlichten, dunklen Ketten ein dreidimensionales Kreuz aus Stein. Darunter, genau in der Mitte der vier gleichgroßen Kreuzgänge, steht ein Altar; ein großer, dunkler, unbehauener Steinquader, dessen Oberfläche glatt wie ein Tisch ist.Die gleichgroßen Kreuzgänge bergen jeweils eine Tür. Auf der Seite des Eingangs kommt die Treppe von oben herab, auf der gegenüberliegenden Seite ist eine Galerie, die aber durch eine Absperrung verschlossen ist. Wo sie wohl hinführt? Die Tür auf meiner Seite des Kreuzganges ist aus Glas. Dahinter liegen uralte Grabkammern. Drei Kreuzgänge sind mit schlichten Stühlen bestückt. Der vierte Kreuzgang beherbergt einen schwarzen Flügel, einen Notenständer und ein ebenso schlichtes Rednerpult  sowie die eben erwähnten Stühle. Schnörkellose Lampen verbreiten ein gedämpftes Licht. Sowohl der Fußboden als auch die Wände und Decken sind eins, sind aus den eben beschriebenen Sandsteinen. Kein Bild, kein Kirchenschmuck, keine Kerzen. Schmucklos und schlicht. Obschon ich keine Heizkörper sehen kann, ist es hier unten sehr warm. Schnell sind alle Stühle in den drei Kreuzgängen besetzt. 100? Vielleicht 150? Ich kann es nicht sagen.


Ein Mann, um die vierzig, dickes, gewelltes rötliches Haar; der ebenso rotblonde Vollbart und die wachen Augen machen sein Gesicht sehr sympathisch. Er geht umher, sein weites dunkelrotes Hemd, offen über der hellen Hose getragen, kann den Bauch nicht verbergen.Er sagt nichts, aber ein jeder erkennt, dass er sich verantwortlich fühlt. Sein Gesicht erzählt von der Freude über die vielen Gäste und der Sorge über die vielen fehlenden Stühle. Von irgendwo her taucht der zuständige Küster auf. Er ist jung, trägt einen dunklen Anzug, erinnert mich an einen gepflegten katholischen Pfarrer; auch wenn in der evangelischen  Frauenkirche wohl eher ein Prister zu erwarten wäre. Aus einer der Türen aus den Kreuzgängen fährt er auf einer Karre Stühle herein. Leise, ohne Aufhebens. Eine kräftige, kurzhaarige Frau kommt ebenfalls mit einer Karre voller Stühle aus einer anderen Ecke des Gewölbes. Die Stehenden bewaffnen sich mit Sitzgelegenheiten. Auch leise, bemüht, dem schlichten, ehrvollen Gewölbe Rechnung tragend, keinen Lärm zu verursachen. Noch immer kommen Leute die Treppen herunter. Und es werden weitere Stühle gebracht. Stühle, Stühle, Stühle. Das Gewölbe der Unterkirche ist erfüllt von leisem Gemurmel. Hunderte flüsternder Stimmen erfüllen den Raum. Wie ein Bach, der ewig murmelnd durch sein steiniges Bett fließt. Ich sitze da, schaue ins Leere, höre das Gemurmel des Menschenbachs und meine Gedanken treiben davon. Lange, nachdem die Lesung hätte beginnen sollen, sitzen alle. Weder bei mir noch bei anderen ist Unruhe aufgekommen. Die Verzögerung wird von allen akzeptiert. Die Stimmung hier unten ist erwartungsvoll entspannt. Nicht einmal das Gemurmel stört die Stille. Der im roten Hemd tritt vor. Er stellt sich als Referent der Frauenkirche und Mitorganisator der Literaturabende vor, bittet um Verständnis für die Verzögerung und leitet den Abend mit einigen Worten zu Hermann Hesses Geburtstag und den Akteuren des heutigen Abends ein.


Lars Jung wird rezitieren. Raffael Rucker wird auf seinen Flöten und Thomas Mahn am Flügel begleiten.



Die Sehnsucht des Dichters

 Bereits mit den ersten Worten des Referenten ist das Gemurmel verstummt. Der Bach hat zu fließen aufgehört.  Die Akustik hier im Gewölbe ist so ausgesprochen gut,  dass komplett auf lautverstärkende Geräte verzichtet werden kann. Mühelos erreicht der Redner alle Ohren.
Aus dem Gewölbe hinter dem Piano betreten der Flötist und der Pianist den Raum. Beide sind dunkel gekleidet. Raffael Rucker ist ein kleiner Mann. Nur wenige Haare bedecken seine Schädeldecke, dafür ist der Haarkranz rund um den Kopf dicht, schwarz und hinten zu einem langen Pferdeschwanz zusammengebunden. Das fehlende Deckhaar wächst ihm als dickes Bartgestrüpp im Gesicht. Er, klein, dunkel bekleidet und behaart, wirkt im Dämmerlicht äußerst sympathisch. Thomas Mahn, ebenso dunkel gekleidet, blondes, volles Haar, bartlos, größer als der Flötist, hält sich unscheinbar im Hintergrund. Sie beginnen ihr Spiel, so kann ich es dem Programmblatt entnehmen, mit einem Stück aus der Flötensonate von Johann Sebastian Bach.  Die Töne der Flöte und die schlichten Klavierklänge werden durch das Gewölbe getragen. Mir war bisher nicht bewusst, wie wohl Flötentöne in meinen Ohren klingen.

Lars Jung, ebenso dunkel gekleidet wie die Musikanten, tritt ans Rednerpult. Er beginnt mit dem Text „Aus Martins Tagebuch“. Kein Wort liest er ab. Seine sonore Stimme betont jedes Wort in Perfektion. Er spricht dialektfreies Hochdeutsch, verändert das Tempo, die Lautstärke, setzt dezent Gesten ein und sein Blick sucht die Augen der Sitzenden. Ein Meister der Rede. Er beherrscht nach zwei Sätzen bereits den Raum. Die ältere Dame neben mir  wischt sich nach nur wenigen Absätzen ergriffen ihre Tränen aus den Augen. Auch ich sehe Lars Jung verschwommen, obschon er nicht weit von mir entfernt steht und uns verzaubert. Ach, könnte Hermann Hesse dieser, seiner Geburtstagsfeier beiwohnen, es würde ihn erfreuen!
Es folgt „Das Märchen von Iris“. Jetzt liest er vor, dieser wunderbare Lars Jung. Ich kenne ihn nicht, aber ich bin mir sicher, dieser Mann hat eine fundierte Ausbildung als Schauspieler. Er trägt großartig vor. Das Märchen von Iris ergreift mich. Ich werde mir bei Gelegenheit eine Schwertlilie kaufen. Soviel ist sicher!
Der Applaus will nicht enden, als Lars Jung sich dem Rednerpult abwendet, um den Musikanten erneut das Feld zu überlassen.


Zwei fröhliche Stücke von Viktor Fartin, „Blues“ und „Jolly Joker“, erklingen. Noch von den Worten Jungs ergriffen, werden wir, die gemeinsamen stillen Zuhörer, von den klingenden Rhythmen erfasst. Scheu, schüchtern und dezent nicken alte und junge Köpfe mit, wippen große und kleine Füße im Takt. Darf man solch fröhliche Klänge im Gewölbe der Frauenkirche neben den Grabkammern spielen? Man darf! Bestimmt haben die Skelette in den Sarkophagen mitgeklappert. Der Applaus ist so fröhlich und herzlich wie die  eben vorgetragenen Musikstücke. Die beiden Musikanten danken für den Dank der Zuhörer mit einem frohen Lächeln und ehrvoller Verneigung. Die beiden fühlen sich in ihrer Mühe belohnt.

Und wenige Augenblicke  später, als Lars Jung „Der Pilger“ vorträgt, sind die beiden gefeierten Musikanten schon wieder vergessen. Dann folgt „Das Märchen vom Europäer“. Wir sind alle wunderbar freudig von den Worten des Vortragenden ergriffen, die  Gesichter aller erhellen sich und beginnen zu leuchten. Ja, bei der ein oder anderen Passage wagen wir es zu lachen. Vorsichtig, dezent, den Ehrfurcht gebietenden Räumen Rechnung tragend und doch aus tiefstem Herzen. Mit der Schwertlilie werde ich mir diese Texte zulegen. Auch das ist sicher.

Es folgt eine „Improvisation“ des Flötisten auf einer durchsichtigen Flöte. Wenn das improvisiert ist, was ist dann Perfektion? Noch vom „Märchen vom Europäer“ erheitert, ist der Applaus für den Soloauftritt des Flötisten groß. Er ist sichtlich ergriffen, legt seine die Flöte haltende Hand aufs Herz und verneigt sich tief vor seinem Publikum.


Erneut tritt Lars Jung vor. Zum dritten Male und für heute zum letzten Mal trägt er vor. „Gegenüber von Afrika“ würde meiner Frau gefallen! Ich, der ich nicht gerne reise, fühle mich vom Text und den eindringlichen Worten des Vortragenden an den Schultern gefasst und geschüttelt. Ja, ich habe die Worte vernommen und werde auch wieder einmal reisen, werde sehen, hören, riechen, schmecken und meinen Horizont erweitern. Habe verstanden, dass es andere sind, die Wurzeln schlagen; nicht der Mensch.

Der nun folgende Auszug aus „Siddharta“ (übrigens der einzige Text dieses Abends, den ich kannte) ist von Lars Jung hervorragend platziert. Das Zwiegespräch zwischen Siddharta und seinem alten Fährmannsfreund Govinda trägt Jung so lebendig, so mitreißend, so erregend vor, dass alles Bisherige verblasst.  Leider finde ich keine Worte, die das, was ich da gerade gehört habe, auch nur annähernd beschreiben können. Ich müsste Worte erfinden, um dem gerecht zu werden.

Es folgen zwei Musikstücke. „Adagio“ aus dem Concerto D-Dur, Opus 6 Nr. 4 und „Bewahre uns Gott“, EG 171, bearbeitet von Raffael Rucker, sehr schön und professionell vorgetragen. Jedoch hallen die Worte Siddhartas und Govindas während des musikalischen Vortrags im Raume nach. Alle sind tief ergriffen, die in dieser Unterkirche waren, das ist zu spüren.

Nachdem die Musikanten enden, verabschieden sich die dunkel gekleideten Künstler mit tiefen Verbeugungen unter nicht endendem Applaus. Noch lange, als die drei den Kreuzgang verlassen haben, klatschen die seligen Gesichter. Immer weiter, bis die drei noch einmal das Gemäuer betreten und sich letztendlich verneigend von ihrem Publikum verabschieden.

 

Drei Männer in dunkler Kleidung haben eine Schar fremder Menschen an einem besonderen Ort mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten 90 Minuten lang verzaubert.

Der Referent beschließt den Abend mit Worten des Dankes und organisatorischen Hinweisen. Jeden ersten Donnerstag des Monats finden Literaturabende in der Frauenkirche statt. Ein echter Geheimtipp.

Zitat des Tages

Albert Schweitzer
Albert Schweitzer: „Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“
von zitate-online.de
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