Ich bin dann mal weg

 

Titel: Ich bin dann mal weg

 

Autor: HaPe Kerkeling

 

Inhalt:

 

Kerkeling beschreibt in dem Werk seine Erlebnisse auf einer Pilgerreise, die er 2001 zu Fuß auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela unternahm. Auslöser für die Entscheidung „umzudenken“ war ein Hörsturz sowie die Entfernung seiner Gallenblase. Kerkeling beschäftigte sich zudem mit Shirley MacLaines umstrittenem Buch „Der Jakobsweg: eine spirituelle Reise“, in dem die buddhistisch beeinflusste Autorin unter anderem von ihren verschiedenen bisherigen Reinkarnationen berichtet und ihre Reise mit frei erfundenen und übersteigert dargestellten Erlebnissen ausbaute.

 

Kerkeling wählte für seine Wanderung den klassischen Camino Francés und muss sich wie alle Pilger mit den physischen und psychischen Anforderungen einer solchen Reise auseinandersetzen. Er lernte dabei nicht nur sich selbst und seinen Glauben, eine von ihm selbstkonstruierte „Mischung aus Buddhismus mit christlichem Unterbau“, besser kennen, sondern traf auf den Etappen die verschiedensten Menschen, deren Charaktere er sehr plastisch beschreibt. Locker, im amüsant plaudernden Umgangston, schildert Kerkeling seine Erfahrungen, die an manchen Stellen sehr tiefsinnig werden und über den Sinn des Lebens reflektieren. Wie Shirley MacLaine steht auch er den buddhistischen Glaubenslehren zur Reinkarnation nahe. Er schreibt, er wolle auf seiner Reise keinen Kontakt mit dem klassischen christlichen Pilger, welchen er umschreibend als nicht lernfähig einschätzte (Zitat: „Die werden als die gleichen Menschen die Reise beenden, als die sie sie begonnen haben ...“). Stattdessen zogen ihn Exoten an und er machte Erfahrungen mit heiratswilligen Südamerikanerinnen, sexlüsternen Mitwanderern, Sonderlingen, Spießern, Kirchenkritikern, Esoterikern sowie Spiritisten.

 

ISBN: 3-89029-312-3

 

Bemerkung:

Schön, wie ehrlich HaPe über seinen Weg, seine Schwächen und kleinen Erlebnisse schreibt. Keine Komik und auch keine Heldensagen. HaPe Kerkeling wird durch dieses Buch noch sympathischer.

Ein Bekannter sagte mir, dass er bei dem Buch so herzlich gelacht habe, besser als die Commedyeinlagen im Fernsehen. Da wusste ich, er hat es entweder nicht gelesen, oder nicht verstanden.

Zitat des Tages

Konrad Adenauer
Konrad Adenauer: „Man darf niemals 'zu spät' sagen. Auch in der Politik ist es niemals zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang.“
von zitate-online.de
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