Das Leben ist schön
Titel: Das Leben ist schön
Schauspieler:
Roberto Benigni als Guido,
Horst Buchholz als Dr. Lessing,
Nicoletta Braschi als Dora,
Marisa Paredes als Doras Mutter,
Giorgio Cantarini als Giosuè,
Sergio Bustric als Ferruccio,
Giustino Durano als Onkel,
Kurzbeschreibung:
Ende der 30er Jahre träumt ein assimilierter italienischer Jude in Arezzo vom kleinbürgerlichen Glück, das ihm in Gestalt einer hübschen Lehrerin auch gewogen scheint. Mit originellen Einfällen entführt er sie mitten aus ihrer Verlobungsfeier und gründet eine Familie. Als fünf Jahre später alle Juden ins Vernichtungslager deportiert werden, bringt es der Vater nicht übers Herz, seinen Sohn mit der grausamen Wahrheit zu konfrontieren und gaukelt ihm vor, daß alles ein großangelegtes Spiel sei. Der als Loblied auf die Kraft der Fantasie und den menschlichen (Über-)Lebenswillen angelegte Film beginnt als beschwingte Romanze mit märchenhaften Untertönen und endet in einer bitter-absurden Tragödie, in der das Lachen zum schmerzhaften Reflex gefriert. Zwar bleibt der Versuch, mit den Mitteln des Tragisch-Komischen an den Holocaust zu erinnern, eine höchst ambivalente Angelegenheit, dennoch verdient der mit hoher Sensibilität und großer Ernsthaftigkeit inszenierte Film Respekt als ein bewegender Versuch, auf besondere Weise (Kino-)Bilder für die unverbrüchliche Würde der Holocaust-Opfer zu finden. Die von tiefer Menschlichkeit geleitete Rigorosität, mit der hier ein in Tabuzonen und Chiffren verfangenes Thema angegangen wird, wird dabei zu einem ganz und gar singulären Ereignis.
Bemerkung:
Ob man das Thema Nazinalsozialismus sensibeler, eindringlicher und heerzergreifender behandeln kann, bezweifele ich. Und zu dem Film gehört natürlich auch die Szene, als Roberto Benigni seinen Oscar für seine Leistungen in diesem Film bekam.
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