Anonyma - Eine Frau in Berlin
Titel: Anonyma - Eine Frau in Berlin

Schauspieler:
- Irm Hermann (Witwe)
- August Diehl (Gerd)
- Jördis Triebel (Bärbel Maltaus)
- Rosalie Thomass (Greta Maltaus)
- Rüdiger Vogler (Eckhart)
- Juliane Köhler (Elke)
- Nina Hoss (Anonyma)
- Evgeny Siddikhin (Andrej)
Inhaltsangabe:
Berlin im April 1945. Die reichsdeutsche Hauptstadt ist von der Roten Armee eingeschlossen und liegt unter Artilleriebeschuss. Im Keller eines Wohnhauses warten Frauen, Kinder und alte Männer auf das Ende der Kämpfe. Insbesondere die Frauen fürchten die Begegnung mit den sowjetischen Soldaten. Eine der Frauen ist Anonyma (Nina Hoss), eine ehemalige Journalistin und Fotografin. Für ihren an die Ostfront abkommandierten Lebensgefährten Gerd (August Diehl) führt sie Tagebuch und wird so zur Chronistin der Geschehnisse. Bald ist Berlin in der Hand der sowjetischen Soldaten. Es kommt zu Hausbesetzungen, Plünderungen und zur Vergewaltigung tausender Berlinerinnen. Weder die stets freundliche Witwe (Irm Hermann), eine resolute Achtzigjährige (Ernie Mangold) noch Anonyma bleiben von den Übergriffen verschont. Um dem weiteren Missbrauch durch sowjetische Soldaten zu entgehen, sucht die geschundene Anonyma bei einem Offizier der Roten Armee (Yevgeni Sidikhin) Zuflucht. Der Offizier soll ihr Beschützer werden. Im Gegenzug gibt sich Anonyma ihm freiwillig hin. Aus dem Zweckbündnis erwächst mit der Zeit so etwas wie Liebe. Auch zwischen der übrigen Bevölkerung und den sowjetischen Besatzern kommt es zu vorsichtigen Annäherungen. Als der ehemalige Wehrmachtssoldat Gerd heimkehrt und seine Freundin Anonyma als Geliebte eines sowjetischen Offiziers vorfindet, spitzt sich die Situation zu.
Bemerkung:
Ein Film der mich in den unterschiedlichsten Richtungen nachdenklich stimmte. Das Leid der Frauen und mit welcher Überlebensstrategie sie damit umgingen. Russische Soldaten, die in der Heimat sahen, wie ihre Frauen und Kinder von den Nazis geschändet und ermordet wurden; die im Krieg verrohten und sich dann in Berlin wie Tiere aufführten. Bei aller Verachtung wurde ich nicht mal zornig, denn unterschwellig glaubte ich nachvollziehen zu können, warum soviel Rohheit da war. In Bosnien sah ich ja Ähnliches.......
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